Pressespiegel 2015

Der Oderlandspiegel - 04./05.07.2015

Ein Theaterstück zum Jubiläum

 

Oderlandspiegel - 04./05.07.2015

 

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Bauernzeitung - 15. Woche 2015 - 07.04.2015

Theater um die Feuerwehr

Bauernzeitung

In dem Stück „Die Feuerwehr ist da“ bringen Autor Kenneth Anders, Schauspieler Jens-Uwe Bogadtke, ein Musiker und eine echte Löschmeisterin das Innenleben der freiwilligen Feuerwehr als Hauptakteur des dörflichen Miteinanders auf die Bühne.

 

Bauernzeitung - 15. Woche 2015



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MOZ. Red. Seelow - 02.03.2015 05:27 Uhr

MOZ. Red. Bad Freienwalde - 02.03.2015 05:27 Uhr

Ick bleibe hier: Das ist die Entscheidung von Heiko Butzke alias Jens-Uwe Bogadtke. Tobias Hartmann begleitete ihn bei seinen musikalischen Einlagen mit der Gitarre.
© MOZ/Doris Steinkraus


Löschmann Butzke plaudert

Von Doris Steinkraus

Neubarnim (MOZ) Das Gemeindehaus platzte am Sonnabend aus allen Nähten. Kein Stuhl war mehr frei zur Aufführung des Theaterspiels "Die Feuerwehr ist da". Das Ein-Mann-Stück war 2014 im Rahmen eines Projekts entstanden und erlebte in Neubarnim seine siebte Aufführung.

"So eine Sch..." wettert Feuerwehrmann Heiko Butzke alias Jens-Uwe Bogadtke. Vor einem Jahr hat er seinen Job verloren und nun habe ihm die Frau Arbeitsamt erklärt, er müsse weg. "Ick will aber nich nach Stuttgart", wettert der Blaurock. Müsse er aber, habe ihm die Frau Arbeitsamt klar gemacht, sonst gibts kein Arbeitslosengeld. Butzke sinniert, wie er das seinen Leuten von der Feuerwehr erklären soll.

Damit nimmt das Stück seinen Lauf. Butzke beleuchtet im feinsten Berlinerisch alles, was Feuerwehr ausmacht. Und das, was er im Theaterstück von Kenneth Anders zum Besten gibt, ist nichts Fiktives. Im Rahmen eines Projektes wurde 60 Feuerwehrfrauen und -männer in elf Wehren des Oderbruchs nach ihren Erfahrungen gefragt. Was kein Werbevortrag schaffen könnte, gelingt mit dem Theaterstück.

Butzke lässt kein Thema aus, singt dazu: "Wat et och sei, ick bin dabei." Beispiel Technik: Seine Wehr habe gerade ein schickes neues Fahrzeug bekommen. Klar, man liebe und pflege die olle Spritze von 1908, aber das neue Gefährt, das sei schon was. Da müsse man sich doch zusammenreißen und weitermachen. Auch wenn das heute mit der Technik nicht mehr so einfach sei wie vor Jahren. "Beim LO wusste jeder, dass rechts der B-Schlauch liegt. Heute is allet anders." Ja, deshalb müssen die Feuerwehrleute ständig die Lernbank drücken. Die Nachbarn in Bliesdorf, die hatten einen neuen Tanker bekommen mit 3200 Liter Förderleistung. "Aber wat passiert? Dat Ding passte nich ins Jerätehaus, also mussten se uffstocken."

Man habe ganz schön viel umlernen müssen, erklärt Butzke. Dass Schläuche und Atemgeräte nach jedem noch so kleinen Einsatz ins Feuerwehrtechnische Zentrum nach Strausberg müssen, zum Beispiel. Und auch, dass die Schutzkleidung Hitze von 1300 Grad aushält, aber eben nur 56 Sekunden und es dann richtig heiß für den Betreffenden werden kann. Für einen Einsatzleiter wie ihn, Heiko Butzke, bedeute das, alles im Blick zu haben. Denn: "Alle sollen heile nach Hause kommen, det is oberstes Jebot." Überhaupt, wenn er so dran denke, wie viele Vorschriften es heute gibt. Und leider auch manch Häme im Dorf, weil sich Feuerwehrleute nach einem Einsatz oder Schulungsabend ein Bier genehmigen. "Dit aber jehört doch zu ner Jemeinschaft, in der sich jeder uff den andren verlassen kann oder?", sieht es Butzke.

Viele würden schnell vergessen, wohin die Frauen und Männer ausrücken - Unfälle, Wasser im Keller, Sturmschäden, Hochwasser. "Wir retten och mal een Pferd und kriejen dafür keen Danke vom Besitzer", erzählt Butzke.

Der Saal jubelt, als er die Geschichte von den Krähen erzählt. Die fielen reihenweise von den Bäumen. Die Feuerwehr musste ran. Festgestellt wurde dann, dass die Vögel auf der Müllkippe gegorenes Obst genascht hatten und einfach mal besoffen waren.

In einer Phase wird Butzke ganz ruhig und nachdenklich. Manchmal würden Feuerwehrleute auch zu Unfällen gerufen, bei denen sie Leute retten sollen oder es nicht mehr können, die sei kennen. Das bleibe im Kopf. Wer sich für die Feuerwehr entscheidet, müsse auch so etwas verarbeiten. Und wissen, dass es auch kein Fest im Ort gibt, bei denen die Blauröcke nicht mitmischen, es zusätzlich zur Rettungspflicht Aufgaben gibt.

Erst nach Zugaben wird Feuerwehrmann Butzke entlassen. Ortsvorsteher Ulrich Seifert-Stühr freut sich, dass der Nachmittag so gut angenommen wurde. Der Ortsbeirat hatte das Stück bei der Premiere im Theater am Rand erlebt. Wer noch nie etwas mit der Feuerwehr zu tun hatte, der wird deren Arbeit nach diesem Stück in ganz neuem Licht sehen.

Autor Kenneth Anders war bei fast bei allen Aufführungen dabei. Es sei immer wieder überraschend, gesteht er. "Jede Aufführung ist auch für mich aufregend." Mit diesem Erfolg hatten nicht einmal die Akteure gerechnet. Es stehen weitere Auftrittsorte bei Jens-Uwe Bogadtke im Kalender. Der verkörpert den Feuerwehrmann mit so einer Leidenschaft, die gar kein anderes Ende des Stücks zulässt. Butzke pfeift auf Stuttgart, bleibt bei seiner Feuerwehr. So eine Gemeinschaft will er nicht aufgeben. "Die is der Kit im Dorf", steht für ihn fest.

Infos: www.ODERBRUCHPAVILLON.de, E-mail: info@oderbruchpavillon, Tel. 03344 300748

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MOZ. Red. Bad Freienwalde - 30.01.2015 05:35 Uhr

MOZ. Red. Bad Freienwalde - 30.01.2015 05:35 Uhr

Vernissage: Amtsdirektor Karsten Birkholz und Fotograf Stefan Schick im Gespräch. Im Hintergrund ein Bild vom Jugendfeuerwehrtag in Altranft. Es zeigt Oberbrandmeister Guido Bell.
Foto © MOZ/Nadja Voigt

Feuerwehr im Fokus

Von Nadja Voigt

Wriezen (MOZ) Stefan Schick aus Herrenhof stellt unter dem Titel "Die Feuerwehr ist da" schwarz-weiß Fotografien im Saal des Amtes Barnim-Oderbruch aus.

"Die Fotos von Stefan Schick haben den Entstehungsprozess sehr stark unterstützt und uns dabei geholfen, einen Zugang zu dem Thema zu finden", sagte Laudator Kenneth Anders am Dienstagabend. Im Rahmen der ersten Amtsausschusssitzung in diesem Jahr fand dabei die Ausstellungseröffnung zu "Die Feuerwehr ist da" statt. 18 Bilder schmücken nun den Saal des Amtes Barnim-Oderbruch und zeigen Porträts von Feuerwehrleuten, Bilder von der Ausbildung, Nahaufnahmen von Technik, Einsatz und Übung. Vor rund einem Jahr habe das fünfköpfige Team damit begonnen, 60 Kameraden aus elf Feuerwehren im Oderbruch und auf der Höhe zu interviewen, erinnerte Kenneth Anders. Aus den Interviews entstanden das gleichnamige Theaterstück sowie ein Buch, das den Text und einen Fotoessay von Stefan Schick umfasst.

"In den Interviews ging es darum zu erfahren, was es heißt, zum Einsatz gerufen zu werden", berichtete Dramaturg Anders weiter. Von einem Fehlalarm oder eine Lappalie bis zum Bergen eines Toten, womöglich noch von jemandem, den man kennt, sei alles dabei. Eine Situation, die für die Einsatzleiter viel Verantwortung bedeute und für die Feuerwehrleute mitunter sehr schwer zu ertragen sei. Was zudem paradox sei, sagte Kenneth Anders, sei, dass die Mitglieder der Feuerwehren freiwillig eine kommunale Pflichtaufgabe erfüllen. "Und wenn es um die Anschaffung von Technik geht - die viele Kosten verursacht, weil es ständig neue Standards gibt - dort ist ja auch ihr Berührungspunkt als Amtsausschussmitglieder mit den Kameraden." Auf der einen Seite mache der technische Fortschritt die Wehren immer leistungsfähiger, auf der anderen Seite könnten die Brandschützer selbst weniger warten, konstatierte Anders. Und zitiert eine Aussage, die sich auch im Stück wiederfindet: "Heute gibt es Schutzkleidung, da kann man bei 1300 Grad 56 Sekunden stehen bleiben, bei voller Beflammung. 56 Sekunden lange und keine Verbrennungen, nichts! Ja, das hat den Vorteil: Man ist besser geschützt. Der Nachteil ist: Man merkt erst ganz spät, dass es heiß im Raum ist. Man ist fast eine Minute sicher, aber man spürt auch nichts."

Auch unter den Bildern, die noch bis Ende Februar zu den Öffnungszeiten des Amtes in Wriezen zu sehen sind, finden sich Zitate der Feuerwehrleute. Die, ebenso eindringlich wie die Fotos, von der Arbeit der Brandschützer berichten. Das Theaterstück mit Jens-Uwe Bogadtke in der Hauptrolle sei seit der Premiere im August vergangenen Jahres sechs Mal aufgeführt worden. "In Kirchen, Turnhallen, Kultur- und Gerätehäusern", berichtete Kenneth Anders. In Neulewin habe die Feuerwehr zuletzt die Vorstellung selbst organisiert und damit 200 zahlende Gäste in die örtliche Turnhalle gelockt. "Über diese Entwicklung und das rege Interesse sind wir sehr froh", sagte Anders. Auch in diesem Jahr gebe es wieder einige Anfragen.

 

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