Pressespiegel 2013

MOZ. Red. Bad Freienwalde - 15.11.2013 07:50 Uhr

MOZ. Red. Bad Freienwalde - 15.11.2013

Anne Kulozik und Kenneth Anders überreichen die Tafel Torsten Fröbrodt (FDP), Vorsitzender des Bildungsausschusses als Vertreter der Stadt Wriezen. Mit dabei sind die Schulleiter Michael Tiedje und Sybille Fuhge (v. l.). © MOZ/Steffen Göttmann

Bundesweiter Preis für Landschaftskunde

Von Steffen Göttmann

Wriezen (MOZ) Die Akademie für Landschaftskommunikation ist von der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" für ihr Projekt "Heim(at)arbeit" ausgezeichnet worden. Akademie-Chef Kenneth Anders und Mitarbeiterin Anne Kulozik widmen den Preis der Stadt Wriezen.

Die mit dem Preis verbundene Tafel wird künftig das Wriezener Rathaus schmücken. Das Ziel, die Landschaft des Oderbruchs in vielfältiger Weise in den Schulunterricht einzubinden, sei an der Grund- und Oberschule "Salvador Allende" und dem Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen sehr gut gelungen, sagte Kenneth Anders am Mittwochabend im Wriezener Bildungsausschuss. Lehrer und Schüler hätten sehr gut mitgearbeitet.

Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) nahm die Tafel gerne entgegen. "Es ist mir eine besondere Freude, wenn Bildung und Erziehung am Standort Wriezen etwas mit Kindern zu tun haben", sagte er. Durch die neue Kooperation des Gymnasiums mit der Grund- und Oberschule werde jungen Menschen vermittelt, in welchem landschaftlichen Raum sie leben.

Konkret geht es bei dem Projekt "Heim(at)arbeit" um regionale Wirtschaft. Die Schüler stellten sich Fragen: Wer lebt wovon im Oderbruch? Welche beruflichen Chancen habe ich wirklich? Was bedeutet es, in einer Region zu leben und das Leben in der Region zu sichern? "Wir wollten versuchen, die regionale Wirtschaft so vielfältig wie möglich aufzuschließen", sagte Kenneth Anders. Die Unterrichtsreihe sei für das Fach Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT) konzipiert und spreche Themen an, die immer wieder aufeinander verweisen und Arbeitsperspektiven auf dem Land als individuelle Lösungen zeigen.

Zunächst nahmen die Schüler die Entwicklung der Wirtschaft im Oderbruch unter die Lupe, berichtete Anne Kulozik. Sie lernten, dass früher Landwirtschaft und Fischerei die Lebensgrundlage darstellten. Heute müssen sie sich die Frage stellen, ob sie bleiben oder woanders hingehen. Um Chancen im Oderbruch kennenzulernen, besuchten die Schüler Menschen im Oderbruch, wo sie leben und arbeiten, wie die Korbmacherin Thea Müller in Buschdorf. Dazu interviewten sie unter anderem einen Förster, eine Ärztin, einen Tierarzt, Mitarbeiter des Gedo, einen Kfz-Mechaniker, einen Buchhändler. Alle Befragten gaben den Schülern etwas mit, Kenneth Anders nannte es "Mitgebsel". Der Kfz-Mechaniker habe ihnen eine Zündspule in die Hand gedrückt, auf dass sie stets eine zündende Idee hätten, erklärte Anne Kulozik. Eine Auswahl der "Mitgebsel" brachten sie dem Bildungsausschuss mit, wie einen Feuerwehrhelm und einen Hirtenstab. "Die Leute gaben den Schülern wertvolle Dinge mit und nicht irgendetwas", betonte Anders. Die Berufsbilder stellten die Schüler in einer eigenen "Zeitung für Heim(at)arbeit" zusammen und fertigten Collagen.

Sybille Fuhge, Leiterin der Allende-Schule, schlug vor, die Gegenstände in einem leer stehenden Ladengeschäft in der Wilhelmstraße auszustellen. Bürgermeister Siebert versprach, die Idee zu unterstützen. Der Stadtverordnete Ulf-Michael Stumpe (SPD) lobte das Projekt. Als Tierarzt ließ er die Schüler teilhaben an seinem Berufsleben.
Obwohl sich der Unterrichtsstoff auf einem beachtlichen Niveau bewegte, sei es gelungen, die Themen für die Schüler herunterzubrechen, lobte Michael Tiedje, Leiter des Johanniter-Gymnasiums, das Zusammenspiel zwischen den Lehrern und den beiden Akademievertretern. Sybille Fuhge hob die Zuverlässigkeit der Projektpartner hervor.
Das Projekt wird noch ein Jahr lang mithilfe der Robert-Bosch-Stiftung an den beiden Schulen Wriezen und der Insel-Grundschule Neuenhagen fortgeführt. Kenneth Anders hofft, weitere Schulen der Region gewinnen zu können.

Die offizielle Auszeichnung ist im März 2014.

<<< Heim(at)arbeit - Landschaftspolitisches Bildungsprojekt über das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum.

 


 

MOZ. Pfingsten 2013, 18.05.2013

Die Energiewende und der Unfriede im Oderbruch
Eindrucksvolle Performance Studierender

Von Jens Sell

Zollbrücke (MOZ) Misstrauen, Angst, Verunsicherung, Sozialneid – Unfriede ist mit dem Wandel von der Land– zur Energiewirtschaft im Oderbruch eingezogen. So eines der Ergebnisse der Sommerschule Studierender aus Ost und West im Oderbruchpavillon.

„Ich habe ja auch ein paar Flächen dort, aber das darf man ja heute gar keinem mehr sagen." Der Satz ist einer aus einer Fülle von Zitaten, die die Studierenden aus Osnabrück und Dresden original aufschrieben und rezitierten. In vielen weiteren Aussagen, aber auch in ihren aus diesen Erkenntnissen heraus geschriebenen Szenen, Märchen und Liedern haben sie eine eigenartige Theaterperformance gemacht, die sie am Donnerstagabend im Theater am Rand als Rand­thema „Energisches Oderbruch – Die Energiewende in unserer Landschaft" aufgeführt haben. Zahlreiche der befragten Einheimischen, da­runter auch Kommunalpolitiker, bevölkerten die Zuschauerreihen des Theaters und bestätigten mit Lachen und Beifall häufige Wiedererkennungseffekte.

Mancher wird bei den Sketschen auch nachdenklich geworden sein. Da sitzen sechs Leute um einen Tisch und tauschen ihre Argumente aus: „Die Landwirtschaft muss sich anpassen." „Dann kommen ja gar keine Touristen mehr." „Wir sitzen alle in derselben Wanne." „Die Landschaft wird zerstört" usw. Und weil sie diesen jeweils einen Satz immer wieder wiederholen, wirft das ein Licht auf die Streit- und Diskussionskultur zum Thema Energiewende im Oderbruch. Und die ist noch steigerbar. Mit dem Totschlagargument „Du bist doch nur zugereist", also in jüngerer Zeit zugezogen, werden Gedanken unterdrückt. Die Dramaturgie der Szene steigert sich, bis zuletzt zwei sich streiten, welche ihrer Familien 1757 zuerst ins Kolonistendorf zog.

Mit viel Witz und Spielfreude bringen die Studierenden die Probleme des Bruchs mit der Energiewende auf die Bühne. Eine Gruppe spielt Windrad, eine andere Biogasanlage und zwei Studentinnen Solarkraftwerk, während nacheinander die Interessenvertreter die Kraftwerke an- und ausknipsen.

Auch musikalisch geben die jungen Leute alles. Bänkellieder und Songs, als Finale mit dem Publikum ein satirischer Text auf eine populäre Melodie: „In der Netzstation nachts um halb eins, ob du Grundlast hast oder hast keins ..." Da ernten die Studierenden lauten und anhaltenden Beifall. Offensichtlich freut es die Oderbrücher, ihre Problemlagen in der Draufsicht von außen einmal auf diese künstlerische Art und Weise vor Augen gehalten zu bekommen.

„Es ist wunderbar, wie sie die Paradoxien unserer Konflikte erfasst und widergespiegelt haben", sagt beispielsweise Hannelore Scholz–Lübbering von der Bürgerinitiative Gegenwind im Oderbruch aus Neulewin. „Ich war das erste Mal im Oderbruch und habe hier zum ersten Mal auch erlebt, wie die Menschen eines ganzen Landstrichs gewissermaßen wirklich in einer Wanne sitzen, sie eint alle die tiefe Lage unterhalb der Oder, das gibt schon auch ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl bei allen Konflikten", sagt auf der anderen Seite Melanie Meichsner, die an der technischen Universität Dresden Landschaftsplanung studiert. Ihre Kommilitonin Inga Licht ist fasziniert davon, wie die Konfliktfronten zwischen Dörfern und manchmal direkt durch Familien verlaufen.

<<< Energisches Oderbruch – die Energiewende in der Landschaft

 


 

Der Blitz – Ausgabe Oderland – 02.02.2013

Der Blitz, Ausgabe Oderland - 02.02.2013

Anne Kulozik bei einem Projekt mit Kindern. So stellt sich die Projektgruppe die praktische Umsetzung vor.

"Neulandgewinner" – Projekt für ländliche Region

Von Lena Heinze

Oderaue (lh). In der letzten Woche fiel der Startschuss für die Projekte des Projektwettbewerbs „Neulandgewinner“ der Robert-Bosch-Stiftung. Insgesamt wurden über 720 Projektskizzen und Ideen eingereicht, davon wurden 40 zu einem persönlichen Workshop eingeladen, um ihr Projekt vorzustellen und weiter auszuarbeiten. Die Skizzen zeigen, welch starkes Engagement und welche Vielfalt von Aktivitäten bereits vorhanden sind, so die Robert-Bosch-Stiftung. Aus den eingereichten Ideen wurden von der siebenköpfigen Jury 20 Projektentwürfe ausgewählt, die sich über eine Förderung von der Bosch-Stiftung freuen können. Es wurden gezielt Projekte ausgesucht, die mit  unkonventionellen Ideen auf lokale Probleme reagieren und einen nachhaltigen sozialen Mehrwert für das Gemeinwohl schaffen. Der Wettbewerb war auf die Region Ostdeutschlands zugeschnitten, denn hier hat man besonders mit den Folgen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels zu kämpfen. Dies hat deutliche Folgen auf die Lebensqualität der Menschen, die in der Region leben. Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel fasst die Idee hinter dem Wettbewerb folgendermaßen zusammen: „Der Staat kann Buslinien einrichten und ein Mindestmaß an  ärztlicher Grundversorgung gewährleisten. Doch erst durch kleine  lokale Projekte wie den Dorfladen entstehen Bindungen und Attraktionen, die einen Ort für Menschen lebenswert erscheinen lassen.“ Unter dem prämierten Ideen sind auch zwei aus dem Märkisch-Oderland, davon stellen wir ihnen heute das Projekt „Heim(at)arbeit – Chancen für ein Leben und Überleben in der eigenen Landschaft. Ein Unterrichtsmodul“ vor. Träger ist der ehrenamtliche Verein „Akademie für Landschaftskommunikation e.V.“, der sich schon seit einigen Jahren für landschaftliche Bildung im Oderbruch engagiert. Im Fokus des Vereins steht der ländliche Raum. Das Projekt befasst sich mit der Verknüpfung von Bildung und dem Aspekt der Landschaft, klingt kompliziert ist aber ganz simpel. „Wir sind ein Bildungsprojekt. Wir erarbeiten Unterrichtskonzepte für das Schulfach Wirtschaft-Arbeit-Technik zum Thema „Landschaft.“ so fasst Projektverantwortliche Anne Kulozik das Projekt zusammen. Hinter diesem Konzept steckt der Gedanke, dass man Kindern und Jugendlichen Werdegänge und Perspektiven aufzeigen will, die das Leben in der ländlichen Region bietet. Denn nicht jeder weiß um das artenreiche Angebot. „Das Thema Landschaft bietet unzählige kreative Möglichkeiten sich mit ihm zu befassen. Wir untersuchen gemeinsam mit den Schülern, wie sich Mensch und Landschaft gegenseitig beeinflussen. Man kann sich mit der Geschichte der Einwohner befassen, mit dem geographischen Aspekt der Landschaft. Oder man kann sich den Lebewesen widmen, die die Landschaft prägen. Die Palette ist schier unendlich.“ erklärt Anne Kulozik, die selbst auch hauptberuflich im Bereich der Bildungsarbeit tätig ist. Eigentlich ist sie jedoch Landschaftsplanerin, gewissermaßen mit Bildungsauftrag. Sie und ihre Kollegen wollen Kindern helfen ein Bewusstsein für die Region zu entwickeln, in der sie leben. Sie sollen kritisch mit ihrem Lebensraum umgehen können und sich darüber im Klaren sein, dass das ländliche Leben sehr vielfältig ist und auch eine vitale Regionalwirtschaft vorzuweisen hat.

Die Bosch- Stiftung unterstützt die 20 ausgewählten Projekte auf sehr vielfältige Art. Das Projekt wird über zwei Jahre mit einer Summe von 50.000 Euro gefördert, aber es gibt auch eine inhaltliche Unterstützung. Denn viele der Teilnehmer sind im Bereich des Projektmanagements unerfahren und erhalten daher Unterstützung von einem Mentor. Andreas Willisch, ein Sozialwissenschaftler mit Erfahrungen im Projektwesen, gibt sein Wissen an die Teilnehmer weiter und steht ihnen zwei Jahre lang zur Seite, um das Projekt zu begleiten und um Hilfestellung zu geben. Außerdem sind auch interne Treffen der 20 Projekte eingeplant, bei denen sich die Teilnehmer zu ihren bisherigen Erfahrungen austauschen und gegenseitig neue Impulse geben können. „Wir befassen uns zwar alle mit unterschiedlichen Konzepten und Ideen, aber die Grundidee ist für alle gleich. Wir wollen den ländlichen Raum interessanter machen, uns stärker in den Fokus rücken.“ erklärt Anne Kulozik.

Die Neulandgewinner kennen die Verhältnisse vor Ort und haben gute  Ideen, um diesen Strukturwandel zu gestalten. Die Akademie für Landschaftskommunikation will den Kindern eine Orientierungshilfe an die Hand geben und ihnen eine Entscheidungshilfe sein, ob sie später einmal im ländlichen Raum bleiben wollen, oder nicht. Das Projekt soll später auch auf alle anderen ländlichen Räume übertragbar sein. Schulen im ganzen Land sollen das erarbeitete Unterrichtskonzept anwenden können, das ist das erklärte Ziel des Vereins. Auch soll hierzu eine Art Handbuch veröffentlicht werden.

<<< Beitrag: Heim(at)arbeit

 


 

MOZ – 16.01.2013 – 07:50 Uhr

MOZ – 16.01.2013

Die Gymnasiasten samt Schulleiter Michael Tiedje sowie die Projektleiter Anne Kulozik und Kenneth Anders messen sich am Tau - als Zeichen der Widersprüche, durch die die Landschaft Oderbruch geprägt ist. © Christina Schmidt

"Tauziehen im Oderbruch" geht weiter

Von Christina Schmidt

Wriezen (MOZ) Die Kooperation des evangelischen Johanniter Gymnasiums Wriezen und der Akademie für Landschaftskommunikation geht in die nächste Runde. Das Projekt "Tauziehen im Oderbruch" wird speziell auf den WAT-Unterricht zugeschnitten. Es ist eines von 20 Projekten deutschlandweit, die von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert wird.

Die Befürchtungen bei Schulleiter Michael Tiedje, vor allem aber bei den Verantwortlichen der Akademie für Landschaftskommunikation, Kenneth Anders und Anne Kulozik, sind ausgeblieben. Mit dem Start des zweiten Schulhalbjahres kann das von Lehrern und Schülern gleichermaßen positiv bewertete Projekt "Tauziehen im Oderbruch", das auch vom Kreiskinderjugendring unterstützt wurde, weitergeführt werden. Unter dem neuen Titel "Heim(at)Arbeit" wird es speziell auf den Wirtschaft-Arbeit-Technik-Unterricht (WAT) zugeschnitten. Derzeit finden bereits die ersten Absprachen zwischen den Projektleitern und dem verantwortlichen Lehrer, Mathias Lillge, statt. Fest steht bereits, dass sich die Gymnasiasten aus der 9. und 10. Klasse zukünftig 20 Unterrichtsstunden mit der landschaftspolitischen Bildung auseinandersetzen werden.

Möglich wurde die Weiterführung des im vergangenen Jahr gestarteten Projektunterrichts durch eine Förderung der Robert-Bosch-Stiftung. Insgesamt 800 Projekte deutschlandweit wurden von den Initiatoren beim Programm "Neulandgewinner" eingereicht, das Initiativen unterstützt, die sich dem Strukturwandel, das heißt der schrumpfenden Bevölkerung, widmen und ihn aktiv gestalten wollen. Nur 20 von ihnen kamen in den Genuss einer Förderung. Dass die "Testphase" bei ihnen den Ausschlag für eine Weiterführung des Projektes bei ihren Mitschülern gab, befürworten die Zehntklässler ausdrücklich. So sei den Schülern die Reichweite des Oderbruchs bewusst gemacht worden, einige hätten sich nie so intensiv mit ihrer Region auseinandergesetzt, erzählt etwa Friederike Schier, die in Wriezen lernt, aber in Strausberg zu Hause ist.

Im Unterschied zum Projektunterricht, in dem den Schülern erst einmal eine breite Auseinandersetzung mit ihrem Lebensraum in immerhin zehn Fächern ermöglicht wurde, fokussiert sich nun alles auf den WAT-Unterricht. Dabei wollen sich die Verantwortlichen hauptsächlich auf die beruflichen Perspektiven in der Region konzentrieren und unter anderem aufzeigen, "dass der Abschied von der Region, den die Jugend von allen Seiten prophezeit bekommt, vielleicht etwas voreilig ist. Es ist auch im Oderbruch Arbeit da, nur wird die allzu häufig nicht mehr bewusst wahrgenommen", sagt Kenneth Anders. Berufe gerade in der Landwirtschaft geraten aus den verschiedensten Gründen aus dem Blick, obwohl sie hochtechnisiert und anspruchsvoll sind, sogar auskömmliche Verdienste ermöglichen. Außerdem würden sich in der Region andere Formen der Arbeit, etwa eine freiberufliche Tätigkeit oder die Selbstständigkeit Raum erobern. Wie die einzelnen Betroffenen damit umgehen, wo Gefahren, vielleicht aber auch besondere Freuden damit verbunden sind, das wird Untersuchungsgegenstand der Schüler sein. Und dabei auch die Erwachsenen mit neuen Sichtweisen ausstatten, wie sich WAT-Lehrer Mathias Lillge sicher ist. "Das ist nicht nur graue Theorie, wenn wir über bestimmte Haushaltsformen sprechen, sondern wir können die Regionalwirtschaft lebensnah gemeinsam mit den Schülern erleben", sieht er in die Zukunft.

Unter anderem durch Exkursionen und vielen Gesprächspartnern soll das Projekt einen unmittelbaren und unverfälschten Einblick ermöglichen. Die Experten von der Akademie für Landschaftskommunikation geben indes nur den Anstoß, später soll die Schule die Unterrichtsinhalte individuell fortführen können, so die Vorstellung der Ideengeber.

<<< Beitrag: Tauziehen im Oderbruch