
Fritz Buller (1928): Untersuchungen der Stammschäferei Golzow (Oderbruch). Humboldt Universität Berlin
Die Schäferei ist im Oderbruch heute nur noch randständig. Der Band gibt versehen mit zahlreichen Abbildungen Einblicke in den Stand dieses Landwirtschaftszweiges im Oderbruch vor gut hundert Jahren.
Wilhelm Pfister (1932): Die wirtschaftliche Entwicklung des Oderbruchs und seine besonderen betriebswirtschaftlichen Verhältnisse. In: Kühn-Archiv. Arbeiten aus den Landwirtschaftlichen Instituten der Universität Halle. Zehnter Sonderband für Betriebslehre. Verlagsbuchhandlung Paul Parey Berlin Seite 165 bis 257.
Der Landwirt Pfister stellt sich in diesem Beitrag das Ziel, die Besonderheiten des intensiv genutzten Oderbruchs zu beschreiben, das sich von den umliegenden Gebieten so sehr abgrenzt, dass es als ein in sich geschlossenes Wirtschaftsgebiet angesprochen werden kann. Es werden ein allgemeiner Überblick und Einblicke in einzelne Wirtschaften gegeben.
Fritz Schmidt (1933): Untersuchungen über die zweckmäßigtse Form der Bodenbearbeitungsgeräte im Oderbruch unter besonderer Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Verhältnisse. Roßteutscher, Coburg.
Zweck der Untersuchung des Berliner Diplomlandwirtes war es herauszufinden, worin die oft beklagten Schwierigkeiten der Bodenbearbeitung im Oderbruch begründet sind und welche Arbeitsgeräte sich am besten für die Feldarbeit eignen bzw. zu entwickeln wären. In der Einleitung findet sich eine eindrucksvoll plastische Schilderung der typischen Oderbruchböden, wie sie der Autor bei Podelzig vorfand.

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.) (2005): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Denkmale in Brandenburg Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland, Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch.Bearbeitet von Ilona Rohowski in Zusammenarbeit mit Ingetraud Senst u.a., Worms 2005
Auf über 450 Seiten breiten die Autorinnen illustriert durch zahlreiche Abbildungen und Fotos die ungewöhnlich dichte Fülle an Denkmalen im Oderbruch aus. Der Reigen reicht von Einzelgebäuden über ganze Siedlungskerne bis zu technischen Denkmalen der Landwirtschaft. Der Band enthält erstmals eine flächendeckende Aufstellung des bewahrten Bestandes an historischen Bauwerken im nördlichen Oderbruch.
Friedrich Beck und Reinhard Schmook (Hrsg.) (2005): Mythos Oderbruch. Das Oderbruch einst und jetzt. Vorträge und Diskussionen der Kulturwoche in Groß Neuendorf und Bad Freienwalde vom 5. Bis 12. Juni 2005. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam
Die Beiträge dieses Sammelbandes spannen den Bogen von der friderizianischen Kulturlandschaft über Spuren des jüdischen Lebens bis hin zu Krise und Chancen der strukturschwachen Region Oderbruch.
Bezirksvorstand der Gesellschaft für Heimatgeschichte im Kulturbund der DDR Frankfurt/Oder (Hrsg.) (1982): Zeittafel zur Kulturgeschichte des Oderbruchs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Druckerei "Neuer Tag" Eberswalde
Die Zeittafel erschien anlässlich des zweiten Landschaftstages für den damaligen Bezirk Frankfurt (Oder), der sich auf das Oderbuch konzentrierte. In fünf Kapiteln verfasst von verschiedenen Autoren wird die Besiedlungsgeschichte nachvollzogen und die Kulturgeschichte sowie Brauchtum und Folklore genauer betrachtet. Die Zeittafel gibt zu den ausgewählten Jahreszahlen eingehende Kommentare.
Katja Laudel, Der Typenwandel des ländlichen Wohnhauses im Oderbruch zwischen 1753 und 1850. Der Einfluss von friderizianischer Kolonisation und preußischer Obrigkeit auf die Hausformen der ländlichen Untertanen. Dissertation Weimar, 2004
Die online unter: http://e-pub.uni-weimar.de/volltexte/2005/666/pdf/Diss_Katja_Laudel.pdf erhältliche Publikation erläutert nicht nur detailliert den Wandel vom Giebelflurhaus zum Querflurhaus als ein Produkt der Durchsetzung der kapitalistischen Wirtschaftsweise im Oderbruch, sie liefert auch eine "Haussoziologie" der groß- und mittelbäuerlichen Schicht im Bruch zwischen dem 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Hans-Friedrich Kniehase (1995): Das Oderbruch. Slawische und deutsche Siedlungsgenese seit dem Hohen Mittelater. Geostudien Dr. K. Schneider 15/95, Selbstverlag, Leverkusen
Eine abbildungsreiche historisch-geografische Analyse des Oderbruchs. Der Autor verfolgt die Siedlungsentwicklung von ihren Anfängen bis zu den Veränderungen des Siedlungsbildes durch die Bodenreform und den Aufbau von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Die Einflüsse der Melioration auf die Siedlungsentwicklungen werden deutlich herausgearbeitet.
Wolfgang Michalka und Reinhard Schmook (Hrsg.) (2006): Schwierige Nachbarn? 300 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft. Groß Neuendorfer Grenzgespräche 2006. Vorträge und Diskussionen. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam
Der Sammelband thematisiert mit Blick auf die Region der mittleren Oder die deutsch-polnischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert und dokumentier eine Rundtischgespräch zu den Perspektiven dieser Beziehungen im 21. Jahrhundert.
Ohne Autor und Jahr: Die Oder als Kulturlandschaft. Über Geschichte und Alltag in der deutsch-polnischen Grenzregion. Szcecin.
Das zweisprachige Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung der Fachgruppe "Bau- und Bodendenkmalpflege / Museumswesen" Polens und Brandenburgs bündelt Beiträge zur Geschichte, Landschaft, Kunst und Kultur, Siedlungswesen, Wirtschaft und Arbeit bis hin zum Alltag der Menschen der Grenzregion an der Oder.
Mirjam Pikula und Wolfgang Schirmer (2010): Das Oderbruch Kochbuch. Zwischen Kunst, Kultur und Kochtopf. Edition Limosa, Lüneburg.
"In diesem Buch mit seinen rund 170 Rezepten, wollen die Autoren Mirjam Pikula und Wolfgang Schirmer dazu beitragen, der Region auch kulinarisch ein Gesicht zu geben, Tradition zu wahren, den Begriff Heimat für sich neu zu definieren und trotzdem neue Wege zu gehen", so sagt es der Begleittext zum Buch.
Reinhard Schmook (1997): Ich habe eine Provinz gewonnen. 250 Jahre Trockenlegung des Oderbruchs. Buchverlag Frankfurter Oder Editionen, Frankfurt/Oder
Der Band versammelt Auszüge historischer Texte zur Geschichte des Oderbruchs. Zu finden sind u.a. Texte von J.Ch. Bekmann über den Oderfluss von 1751, von H. Berghaus über die Beschaffenheit des Oderthales von 1856, natürlich Th. Fontanes Wanderungen im Bruch von 1879 bis hin zu einem Text von E. Breitkreuz aus dem Jahr 1911 über das Oderbruch im Wandel der Zeit. Diese Kompilation wird durch zahlreiche ganzseitige Fotografien von Horst Drewing, Winfried Mausolf und Reinhard Schmook auch zu einem Bildband über das Oderbruch.

Eva Hoffmann-Anleith (2005): Frau von Friedland. Bad Freienwalde.
Durch den Förderkreis Barnim-Oderbruch e.V. besorgter Nachdruck des 1978 in der evangelischen Verlagsanstalt Berlin erschienenen Romans über die Frau von Friedland und ihre Gutswirtschaft in Kunersdorf.
Theodor Fontane (1997): Unterm Birnbaum. Vollständige, im Kommentar revidierte und mit einem Nachwort von Helmut Nürnberger versehene Ausgabe. Deutscher Taschenbuchverlag. München
Eine Erzählung Fontanes die zu Unrecht hinter den Wanderungen zurücksteht. Angesiedelt "in dem großen und reichen Oderbruchdorfe Tschechin" wird die Geschichte des Gastwirts Abel Hradschek der vor dem Ruin steht und in den Verdacht gerät, den Geldeintreiber Szulski ermordet zu haben, dessen Kutsche in der Oder gefunden wurde.
Stefan Hessheimer (1994): Das Oderbruch. Architektur einer Landschaft. Edition Edison, Groß Neuendorf
Dieser Band mit 60 großformatigen Farbfotografien und einem Begleittext von Olga Romano präsentiert die prägenden Landschaftselemente des Oderbruch. Stefan Hessheimer produziert seit 2002 einen Jahreskalender mit Oderbruch-Landschaften.
Steffi Knop und Bernd Sefzik (1985): Oderbruch. Brockhaus-Verlag, Leipzig
Ein Fotobuch, das alle Facetten des Lebens im Oderbruch in den 80er Jahren dokumentiert. Die Fotografien von Bernd-H. Sefzik gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der jüngeren Geschichte des Oderbruchs. Den Aufnahmen vorangestellt ist ein Essay von Steffi Knop zum Oderbruch.
Thomas Michael Kumlehn (Hrsg.)(2007): Vom Lauf der Flüsse – O biegu rzek. Hubert Globisch 1914-2004 Malerei. Neisse Verlag, Dresden Im Mittelpunkt dieses Kataloges zur Ausstellung "Im Lauf der Flüsse" steht der Werkzyklus des Potsdamer Malers Hubert Globisch zur Oderflut 1997, bestehend aus 27 Bildern. Fernsehbilder der Hochwasserkatastrophe aus Tschechien, Polen und Deutschland gaben den Impuls für die Arbeiten. Zu den Bildern gesellen sich lyrische und prosaische Texte verschiedener Autoren und auch ein Essay von Uwe Rada zu Globisch findet sich.
Landfrauenverein "Mittleres Oderbruch" Groß Neuendorf (Hrsg.) (2004): Kunstzeichen - OderLandschaft - Visuelle Brücken. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam
Ausstellungskatalog zum gleichnamigen deutsch-polnischen Künstlersymposium in Groß Neuendorf. Die Arbeiten der fünf beteiligten Künstler sollen "Potenzen der Landschaft im Oderbruch ins Bewusstsein rücken", wie die Kuratorin Heidrun Thoms schreibt.
Thomas Worch (2009): Tod eines Malers. Westkreuz-Verlag, Berlin
Im Oderbruch angesiedelter Kriminalroman über den Tod eines vor der Wende aufsässigen und dann zum Landstreicher gewordenen Malers mit reichhaltigen Bezügen auf die Machtstrukturen im Oderbruch. Eine bitter-süße Liebeserklärung an das Oderbruch.
Heidrun Thoms (Hrsg.) (1998): Natur - Kunstzeichen. Katalog. Druckhaus Galrev, Berlin
Ausstellungskatalog zum gleichnamigen Künstler-Symposium in Groß Neuendorf an der Oder 1997 mit Arbeiten von acht Bildhauerinnen und Bildhauern.

Siegfried Bacher (1999): Kulturhistorische Landschaftselemente in Brandenburg. Entwässerungssysteme am Beispiel des Oderbruchs. Verlag für Wissenschaft und Forschung, Berlin.
Das Oderbruch als Kulturlandschaft ist Ergebnis der Anlage von Eindeichungen und Entwässerung. Diese Entwässerungsanlagen bestimmen nicht nur die Nutzbarkeit der Landschaft und ihre ökologischen Funktionen, sie prägen auch als kulturhistorische Landschaftselemente die Eigenart der Kulturlandschaft. Bacher typologisiert und beschreibt die vorhandenen Anlagen und entwickelt ein Konzept, wie die kulturhistorische Dimension des Entwässerungssystems in ein in die Zukunft reichendes wasserwirtschafliches Konzept integriert werden kann.
Landesumweltamt Brandenburg (Hrsg.) (2001): Grundlagen für die wasserwirtschaftliche Rahmen- und Bewirtschaftungsplanung im Oderbruch. Schriftenreihe des Landesumweltamtes Brandenburg (LUA) "Studien und Tagungsberichte", Band 3, Potsdam
Der vom Landesumweltamt gemeinsam mit der Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Planung WASY erarbeitete Band, verfolgt das Ziel die wissenschaftlich-technischen Grundlagen für eine Strategie der Wasserbewirtschaftung zu legen, die eine "Anhebung des örtlich abgesenkten Grundwasserstandes unter Sicherung vorhandener Nutzungen mit bestehenden Rechten" anstrebt. Hier finden sich eine Klassifizierung der Gewässer des Oderbruch nach ihrer Funktion, Wasserbilanzen, umfangreiches Kartenmaterial zur Hydrologie, angedachte Staukonzepte und anders mehr.
Hans-Peter Trömel (2008): Reitwein am 22. März 1947 - Bruch des Oderdeichs. Eine Chronik der Hochwasserkatastrophe im Oderbruch von 60 Jahren. In: Heimatkundliche und regionalgeschichtliche Schriften der Alber Heyde Stiftung in Bad Freienwalde, Heft 1. Findling Verlag, Bliesdorf.
Die überarbeitete Fassung einer Gedenkschrift an den letzten Deichbruch im Oderbruch aus dem Jahr 1997 gibt eine detaillierte, mit einigen Bildern illustrierte Darstellung der Ereignisse im Winter 1946/47 am Deich bei Reitwein. Eine kurze Einführung in die Deichgeschichte des Oderbruchs und ein knapper Ausblick runden das kleine, 60 Seiten umfassende Buch ab.


David Blackbourn (2008): Die Eroberung der Natur. Eine Geschichte der deutschen Landschaft. Pantheon Verlag, München.
Der englische Umwelthistoriker Blackbourne erzählt die Geschichte des modernen Deutschland mit Blick auf einschneidende Natureroberungen, die exemplarisch für den Geist des Umgangs mit Natur und Landschaft in der aufstrebenden Wirtschaftsnation stehen. Dem Oderbruch widmet er eine eigenständige Fallstudie und stellt sie an den Beginn seiner Untersuchung.
Walter Christiani (1855): Das Oderbruch. Historische Skizze. Verlag C. Roeder, Wriezen an der Oder
Christiani versucht 100 Jahre nach dem Beginn der Trockenlegung des Bruchs eine Bilanz der Landschaftsveränderungen zu ziehen. Im Anhang finden sich sowohl eine Abschrift des Textes von von Schmettau, van Haerlem und L. Euler aus dem Jahr 1747 "Actum bey Bereisung der Oder und derer von Zellin bis Gabow und Glietzen daran belegenen Brücher", eine "Summarisache Wiederholung aller Ausgaben bei der Urbarmachung des Oderbruchs", ein Text über die landwirtschaftlichen Verhältnisse und ein Liedtext von Deichhauptmann Carl Heuer (1785 - 1854) anlässlich des Stiftungsfestes des Verein der Oderbrücher am 31. Mai 1842.
Bernd Herrmann (1997): "Nun blüht es von End´ zu End´ all überall" Die Eindeichung des Nieder-Oderbruches 1747 - 1753. Umweltgeschichtliche Materialien zum Wandel eines Naturraums. Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt herausgegeben von Günter Bayerl. Band 4. Waxmann-Verlag, Münster/New York/München/Berlin
Eine quellenreiche Studie zur Landschaftsveränderung im Zuge der Verlegung des Oderbettes und der Eindeichung des Niederoderbruches. Es wird auf die Landnutzung vor 1747, die Eindeichungen samt der leitenden politischen Motive und Leitbilder, die umweltgeschichtlichen Folgen sowie auf die Kosten eingegangen. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis gibt Hinweise auf weiterführende Lektüren.
Martina Kaup (1996): Die Urbarmachung des Oderbruchs. Umwelthistorische Annäherung an ein bekanntes Thema. In: Günter Bayerl, Norman Fuchsloch, Torsten Meyer (Hrsg.): Umweltgeschichte. Methoden, Themen, Potentiale. Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt. Band 1, Seite 111-135
Der Beitrag beschreibt die bäuerlichen Widerstandsformen der alteingesessenen Bewohner des Oderbruchs gegen die Arbeiten zur Trockenlegung, die von Bittbriefen über Prügellein mit den Arbeitern bis zu Deichzerstörungen reichten, und die Krise der Fischer. Außerdem schildert sie Mängel in der Ausführung des Baues des Oderkanals, so sei es aufgrund fehlerhafter Gefälleberechnungen statt zu einer Vertiefung des Oderbettes zu einer Aufhöhung gekommen und so zu einem stellenweise 240 Meter statt 18,5 Meter breiten Flussbett.
Peter Fritz Mengel (Hrsg.) (1930/2003): Das Oderbruch. 2 Bände. Reprint-Ausgabe. Viademica Verlag, Berlin
Nach wie vor das Standartwerk zum Oderbuch. Unter Mitwirkung zahlreicher Autoren gibt der Deichhauptmann Peter Fritz Mengel (1884 - 1967) im 1. Band einen detaillierten Einblick in Geologie, Land und Klima und die Geschichte des Oderbruchs. Der 2. Band geht näher auf Pflanzen- und Tierwelt, Volkskunde, Landwirtschaft und Deichverwaltung ein. In beiden Bänden finden sich auch einige Gedichte zum Oderbruch. Der 2. Band enthält ein ausführliches Orts-, Sach- und Namensregister.
Andreas Röhring (2008): Pfadabhängigkeiten und Handlungsspielräume in der Kulturlandschaftsentwicklung des Oderbruchs. In: Dietrich Fürst et.al. (Hrsg.): Kulturlandschaft als Handlungsraum. Institutionen und Governance im Umgang mit dem regionalen Gemeinschaftsgut Kulturlandschaft. Verlag Dorothea Rohn, Dortmund. Seite 115-134. Der Beitrag beschreibt materialreich die Restriktionen und Spielräume für die Entwicklung des Oderbruchs als eigenständiger Kulturlandschaft, die sich aus den geschichtliche gewachsenen Wechselwirkungen der physischen und infrastrukturellen Bedingungen des Flusspolders und den Institutionensystemen der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft ergeben.


Kenneth Anders, Lars Fischer, Patrick Thur und Almut Undisz (2007): Oderbruchfiktionen. Vier Szenarien für das Oderbruch. Herausgegeben vom Verein Forum Oderbruch e.V. Altwustrow, Auflage 500
Wohin sich das Oderbruch entwickeln wird, was aus dieser Landschaft in den nächsten Jahrzehnten wird, das ist offen. Es hängt sehr Vieles vom Handeln der Oderbrücher ab, in welche Zukunft die Reise geht. Um der Entwicklung eine gezielte Richtung zu geben, sind Auseinandersetzungen über das Gestaltungspotential der Landschaft unerlässlich. Die in der Broschüre entworfenen vier unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten für das Oderbruch (Intensivierung, Extensivierung, Kulturlandschaft und Katastrophe), sind ein Versuch, diese öffentliche Debatte anzuregen.
Büro für Landschaftskommunikation (2010): Wasserstandanzeiger - eine Wasserzeitung für das Oderbruch. Auflage 2000 Exemplare, ohne Verlag, Kienitz
Diese Zeitung wurde als ein Ergebnis der zweiten Sommerschule im Rahmen des Oderbruchpavillons vom 12.09.-17.09.2010 herausgegeben und versammelt eine ganze Reihe von Beiträgen zum Thema Wasser im Oderbruch, die im Gespräch mit verschiedenen Akteuren in der Landschaft entstanden sind.
Büro für Landschaftskommunikation (2007): Zwischen Flut und Vorflut - Wasser und Leben im Oderbruch. Eine Fahrradroute. Auflage 1000 Exemplare. Bad Freienwalde, ohne Verlag
In Zusammenarbeit mit Hydrologen, Historikern, Wasserwirtschaftlern und engagierten Einwohnern wurden jene "Wasserorte" diskutiert und ausgewählt, die auf dieser Karte beschrieben und zu einer Fahrradtour verknüpft wurden. Alle diese "Wasserorte" zeichnet eine Informationsdichte aus, in der das komplexe Wasserregime im Oderbruch ebenso wahrnehmbar wird wie die Vielfalt der wassergebundenen Landnutzungen von der Landwirtschaft über den Tourismus bis zur Fischerei und historische Schichten im Umgang mit dem Wasser.
Anne Kulozik und Kenneth Anders (2011): Wie ich die Nixe entdeckte und mit dem Deich nach oben rannte. Eine kleine Landschaftskunde für das Oderbruch. RegioSKOP Band 1., Aufland Verlag, Croustillier.
Das wohl erste Kinderbuch zum Oderbruch erzählt von Paul, der im Oderbruch wohnt und ein Zauberpuzzle zum Geburtstag geschenkt bekommt. Paul führt den Leser immer tiefer in die Landschaft des Oderbruchs ein. Das nicht nur für Kinder lehrreiche Buch ist Teil eines landschaftspolitischen Bildungsprogramms für das Oderbruch, an dem die Akademie für Landschaftskommunikation arbeitet.

Hans Bentzien (1997): Damm und Deich - Fruchtbar und reich. Westkreutz-Verlag, Bonn und Berlin.
Der kleine Band versammelt anlässlich des 250. Jahrestages der Trockenlegung des Oderbruch Miniaturen, die der Rundfunkjournalist Hans Bentzien für Antenne Brandenburg verfasst hat. Der Bogen wir von der Vorgeschichte der Landschaft über den zweiten Weltkrieg bis in die jüngste Gegenwart gespannt.
Alfred Christoph und Rolf Münchmeyer (2004): Radeln beiderseits Oder und Neiße. Tourenvorschläge. Selbstverlag, Potsdam
Die beiden Autoren laden ein, der einen oder anderen ihrer Touren zu folgen. In unserem Zusammenhang interessant sind die von den Ausgangspunkten Bad Freienwalde und Küstrin-Kietz vorgeschlagenen Routen, da die Seniorenradler, wie sie sich nennen, sowohl die deutsche als auch die polnische Seite im Blick haben. Anfahrt, Länge, Schwierigkeiten und Rückfahrt werden benannt, die wesentlichen Stationen sind knapp kommentiert - ob die gastronomischen Hinweise noch Gültigkeit haben ist offen.
Theodor Fontane (1998): Das Oderland. Wanderungen durch die Mark Brandenburg Band II. Große Brandenburger Ausgabe hrsg. von G. Erler und R. Mingau, Aufbau Verlag, Berlin
Das Oderbruch und seine Umgebungen nennt Fontane seine literarischen Reisebericht ins Oderland, die von Frankfurt an der Oder bis hinauf nach Schwedt führen. Fontane verbindet detailreiches historisches Wissen über Personen und Orte mit eher spärlichen Schilderung der damaligen alltäglichen Lebensverhältnisse im Bruch. Als literarischer Reiseführer ein Standartwerk über das Oderbruch.
Heinz Glade (1977): Zwischen Rebhängen und Haff. Reiseskizzen aus dem Odergebiet. Brockhaus Verlag, Leipzig
Diese reichlich bebilderte Reisereportage begibt sich mit Fontane im Kopf ins Oderbruch und schildert die erfolgreiche sozialistische Entwicklung des Bruchs zum Gemüsegarten der Republik. Da sich der Autor auf zahlreiche Quellen aus Zeitungen und auf Filmdokumente bezieht, finden sich hier einige interessante zeitgeschichtlicher Informationen.
Carmen Winter (2011): Das Oderbruch - Liebe auf den zweiten Blick. Ein kulturhistorischer und touristischer Reiseführer. Findling, Buch- und Zeitschriftenverlag, Kunersdorf.
Ein handlicher, reich bebilderter Band der sich von Lebus ausgehend dem Oderbruch bis zur Neuenhagener Insel in vier Kapiteln nähert und dabei nicht nur auf bedeutsame Orte, sondern auch interessante Persönlichkeiten eingeht. Eine knappe Einführung in die Entstehungsgeschichte des Oderbruchs sowie ein kleiner Serviceteil zu Übernachtungen, Festen und Feieren etc. am Ende der einzelnen Kapitel runden den Führer ab.
Thomas Worch (2008): Oderbruch. Natur und Kultur im östlichen Brandenburg. Trescher-Verlag, Berlin
Ein in zweiter Auflage erschienener, reich bebilderter Reiseführer mit Routenvorschlägen durch das Oderbruch, der auch in die Nachbarregionen schaut. Worch, der seit 2001 im Oderbruch lebt, unterteilt die Landschaft in das südliche, mittlere, obere und nördliche Bruch.
Uwe Rada (2009): Die Oder. Lebenslauf eines Flusses. Siedler-Verlag, München
In dieser bildreichen Monografie entwirft Rada eine lehrreiche Kulturgeschichte der Oder. Er unternimmt den Versuch, die von der Oder durchflossenen Raum als eine zusammenhängende mitteleuropäische Region vorzustellen. Der Journalist Uwe Rada verfolgt seit Langem das Leben beiderseits der deutsch-polnischen Grenze.

Antje Jakupi (2007): Zur Rekonstruktion historischer Biodiversität aus archivalischen Quellen: Das Beispiel des Oderbruchs (Brandenburg) im 18. Jahrhundert. Dissertation, Göttingen
Die Arbeit gibt über zwei Fallstudien weitreichende Einblicke in der Artenvielfalt des Oderbruchs. Sie geht insbesondere auf die Fischartengesellschaften und auf die Grünlandgesellschaften ein und wertet für ihre Rekonstruktion der historischen Verhältnisse umfangreiches Quellenmaterial aus. Da die Autorin auch Vergleiche zur aktuellen Situation bzw. dem Vorkommen einzelner Pflanzengesellschaften vornimmt, entsteht ein plastischer Eindruck in die Flora und Fauna des Oderbruchs.